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Es werden Posts vom April, 2012 angezeigt.

Elektronische Gesundheitskarte.

Im Restaurant. Bezahlen mit Kreditkarte. Der Kellner hat die Karte ins Lesegerät eingesteckt. Auf dem Schirm erscheinen medizinische Diagnose- und Therapiedaten.

"Verzeihung ... das ist gar nicht ihre Kreditkarte ... und wenn Sie auf Ihren Arzt gehört hätten ... hätten Sie auf Ihren Nachtisch besser verzichtet!"

(Erschienen 2007.)

Polizeifunk-Modernisierung.

Der Kieler Innenminister Klaus Buß (SPD) trommelt für eine neue, zeitgemäße Funkausrüstung der Polizei, da die Ersatzteile für das in die Jahre gekommene alte System immer knapper werden. Die kommunikationstechnisch bestens ausgestattete Unterwelt gibt sich amüsiert: "Rührende Familienszene! Werd' ich gleich mal den Kollegen SMSen!" (2003).

Der Boden, der vor Baubeginn untersucht wird ...

... ist zuweilen derselbe, in dem das Bauprojekt beerdigt wird.

"Hier baut die Stadt Bad Oldesloe: "Erweiterung der Stadtschule". Geplante Fertigstellung: offen. Geplante Kosten: äußerst offen." Der Bürgermeister beteuert: "Glauben Sie mir doch: Da unten sind keine Bomben!" -- "Herr Bürgermeister, wir raten trotzdem zu einer Kontrollgrabung vor Baubeginn!" Rücken anschließend keine Sprengstoffexperten an, sind es Archäologen, die das Gelände auf Jahre hinaus mit Beschlag belegen: Saurierknochen, Mammutüberreste, Bernsteinzimmer, Ruinen aus römischer Zeit, Schatzkisten ... man muß nur tief genug graben. Eine ergiebige Ölquelle wäre wohl nicht das Schlechteste. Dann müßte man sich nicht auf eine Erweiterung beschränken, sondern könnte die Stadtschule üppig neu bauen - wenn denn sicherer Baugrund gefunden wird. (März 2012).

Rot-Grünes Haushaltsduell.

Die Partner in der Kieler Regierungskoalition, SPD und Grüne, im Streit um den Haushaltsentwurf. SPD-Fraktionschef Lothar Hay und sein Amtskollege von den Grünen, Karl-Martin Hentschel, stehen Rücken an Rücken vor der Mikrofonbatterie. Gleich werden Duellschüsse fallen. Man verspricht: "Wir werden mit einer Stimme sprechen - noch 20 Sekunden bitte!" (2000).

Tornado auf Pellworm!

Aus einer Zeit, als bei besonderen Wetterereignissen noch nicht reflexhaft die Klimaschuld-Sirene angeschmissen wurde: Vorsicht! Tropische Tornados". "Oweh - Du hast recht. Da fehlt tatsächlich einer!" (2002).

Magie-Manie um eine Romanfigur.

Massenphänomen aus dem Jahr 2000: die kollektive Begeisterung für einen romanhaften Zauberlehrling namens Harry Potter und für die ebensolche Heranführung an okkult-magische Praktiken. "Sag schon, Harry! Welches ist dein größter magischer Trick?" Wie sich zeigt, hat er mit Geld zu tun. Die Abkürzung DM auf den Geldscheinen bedeutet "Deutsche Mark". Diese Währung wurde nicht lange nach dem Erscheinungsdatum dieser Karikatur abgeschafft und vorläufig durch die Währung "Euro" ersetzt (Umtauschkurs 1 Euro = 1,94483 DM), mit der zahlreiche Länder Europas überzogen wurden, ohne daß die heute schuldengarantiepflichtige Wahlbevölkerung darauf hätte Einfluß nehmen können. Rechts im Bild das Porträt eines Namensvetters von Harry Potter, ein gewisser Harry Schmidt aus Schleswig-Holstein, der damals eine gewisse Prominenz durch Auftritte in einer Fernseh-Unterhaltungssendung namens "Big Brother" erlangt hatte.

Minister-Fahrbereitschaft.

Proklamierte Werte nicht nur vor sich hertragen, sondern auch leben. Wasser nicht nur predigen, sondern auch trinken. Welcher ökologiesalbadernde Politiker hat je auf hubraumstarke Dienstwagen freiwillig verzichtet? Ein Minister, der freiwillig VW Polo oder auch Mercedes B-Klasse oder auch Renault Scenic oder ... fährt? Nichts da. Die ganz großen Audis, Mercedes und BMWs müssen es sein. Zeigen, wer man ist, daß man angekommen ist auf den Gipfeln der Steuermittelverbratung. Verbrauch, Schadstoffausstoß, "Klimabelastung"? Das läßt sich alles irgendwie wegerklären, ebenso wie es zu den Basisfähigkeiten eines Politikers gehört, das eigene Partei-Wahlprogramm am Wahlabend mit flapsigen Bemerkungen zur Makulatur zur erklären. Neue Umstände, Koalitionszwänge, Sachzwänge. Niemand kann erwarten, daß ... . Im Bild gibt der Kieler Umweltminister Klaus Müller (SPD) ein - fiktives - gutes Vorbild ab: "Vergessen Sie's nie: Der Umweltminister verursacht den geringsten Spritverbra…

Nächtlicher Besuch aus Bundestroja.

"Wer sind Sie? Aber - was MACHEN Sie hier?"

"Wir prüfen im Auftrag des Innenministeriums Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, damit wir wissen, welche Bußgelder wir Ihnen abverlangen können, wenn Ihre LKW-Fahrer Unfälle bauen ..."

"Ich bin ja schon fleißig am Büßen! Kann ich die höhere ÖKO-Steuer gegenrechnen?"

TNT für den ETAT.

Im November 2001 fällt das Arbeitsgericht Kiel ein Urteil zu den Arbeitszeiten für Krankenhausärzte, das im Tenor die Position der Ärzte im Streit um die Anrechenbarkeit von Bereitschaftszeiten stärkt. Was bisher nicht zusatzentgeltpflichtig war, wird nun in gewissen Grenzen zusatzentgeltpflichtig, was Auswirkungen auf die Finanzen der Krankenhäuser und ihrer Träger hat. Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) wird das Urteil überbracht: "Post vom Arbeitsgericht Kiel! Sprengstoff für die Etats!" --  "Danke. Legen sie ihn zu den anderen!" kommt es von der Höhe des Sprengstoffstapels zurück.

Handy: Erreichbarkeit heißt Verfügbarkeit heißt Verlust jeder Privatheit.

Inmitten von Handy-Marionetten, die jederzeit angefunkt und gesteuert werden können. "Ja -Sie fallen unangenehm auf, Kollege Handel! Was sage ich: unanständig! Jeder hängt hier an den Steuerfäden seines Mobiltelefons ... nur Sie leisten sich wieder den Luxus, keins zu haben. Moment, bekomme wichtige SMS ..." (2009).

Tributpflichtig: Unbezahlte Unternehmerarbeit.

Im Hamsterrad der staatlich auferlegten Mitteilungspflichten. Ein Formular, ein Mitteilungsbogen und noch eine Zahlenaufbereitung für Fiskus, Bauaufsicht, Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft und und und. "Schneller! Fürs Geschäft muß ich auch noch arbeiten!" Und dann hat der Teil der Gesellschaft, der aus der Steuerkasse mehr erhält als er in sie einzahlt, immer neue Ideen. Etwa das EÜR-Formular, das den Steuererklärungspflichtigen weitere Arbeitslasten aufbürdet (und dessen Abfrageanforderungen sich immer mal wieder ändern, so daß den Auskunftspflichtigen boshafterweise jede Standardisierungsmöglichkeit bei der Zusammenstellung der Zahlen genommen wird): "Drollig, wie er immer auf die Uhr blickt, nicht?" "Hüpf, hüpf!" (2004).

Baumschnittfrage in Ahrensburg.

Nach längerem Hin und Her ist eine Lösung für den Alleebaumschnitt in Ahrensburg gefunden. Hier mit österlicher Anpassung. Von behördlicher Seite verlautet: "Die Stadtverwaltung verhehlt nicht, daß ihr ein Kastenschnitt lieber gewesen wäre!" (2009).