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Es werden Posts vom Oktober, 2012 angezeigt.

Flugreisen: Schluß mit den Demütigungen bei der Personenkontrolle.

"Klammern Sie nicht, Grünner! Wer genug hat von Nacktscannerei und Kontrollschikanen, fliegt als Frachtgut und springt punktgenau ab!" (2012).

Kommunalwahl 2003 und ihre Schockwellen.

Franz Thönnes und Heide Simonis, beide SPD in Schleswig-Holstein, verfolgen am Bildschirm die Ergebnisse der Kommunalwahl im März 2003. Als der Balken der CDU schwindelerregende Höhen erreicht und den der SPD weit hinter sich läßt, richtet der Landes-Parteivorsitzende das Wort an die Ministerpräsidentin: "Sag mal: Zitterst du oder ist es ein Beben, das deinen Stuhl wackeln lässt?" Dieser sollte indessen noch bis zum 17. März 2005 standhalten. Thönnes selbst hingegen verlor einen Monat nach dieser Kommunalwahl auf dem Landesparteitag in Bad Segeberg den Landesvorsitz an seinen Parteifreund Claus Möller, vor allem wegen des für die SPD schlechten Wahlergebnisses.

Sich einen Wolf fotografieren.

"Wir wollten den Wolf mit unseren Märchen-Kostümen anlocken, um ihn zu fotografieren. Er hat brav posiert und gekichert ... aber als Wolf-Dietrich mit seiner Rotkäppchen-Verkleidung dazukam, hat er sich totgelacht!" (2012).

2005: Königsmacher Südschleswigscher Wählerverband (SSW).

Im Februar 2005 sind die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl im Kieler Landtag sehr knapp. Der Partei der dänischen Minderheit, die von der Fünf-Prozent-Klausel befreit ist, wächst die Rolle des "Königsmachers" zu. Auf die Stimme von Anke Spoorendonk (SSW) kommt es an, sie hat die Ministerpräsidentenkrone von dänischen Gnaden zu vergeben. Anwärter sind Peter-Harry Carstensen von der CDU und Noch-Amtsinhaberin Heide Simonis (SPD). Am Ende fällt die Wahl des SSW auf Heide Simonis, die auf ein Bündnis SPD-Grüne-SSW setzt, allerdings wenig später nach  einer historisch einmaligen Serie von Abstimmungsniederlagen im Landtag nicht wieder zur Wahl antritt. Ein bis heute unbekannter Abgeordneter aus den Reihen der SPD-Fraktion verweigert Simonis in vier aufeinander folgenden Abstimmungen die Gefolgschaft, was bei der Ein-Stimmen-Mehrheit, auf die Simonis sich verlassen wollte, das gesamte Koalitionsprojekt scheitern ließ. Carstensen wird Nachfolger von Simonis im Amt des Ministerpr…

Sparkurs: Mit dem Steuer in der Hand aussteigen.

Ein anderer Dienstwagen für den Flensburger Oberbürgermeister. Wie anderenorts sind auch in der nördlichsten Stadt der Republik die Haushaltsmittel knapp, und die größte Herausforderung für die lokale Politik besteht darin, die Defizite unter Kontrolle zu bringen. Hausmeister der Flensburger Rathauses: "Was treibt Sie nur in SO eine Art von Dienstwagen?!" Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner (parteilos) entsteigt einer BMW Isetta: "Die Sehnsucht nach dem Wirtschaftswunder!" (2007)

Windkraft: Schlechte Stimmung in Rotorbrummhusen.

Das Preiskomitee erscheint und will die WKA-geplagte Gegend mit dem Preis "Umweltfreundliche Gemeinde" auszeichnen. Der dauer-infrabeschallte Einwohner winkt ab: "Danke - habe unsere Umweltfreundlichkeit zu Genüge in den Ohren!" (2004).

Kuddel Schlau: Riesenkrakenpost.

Kuddel: "Einmal Riesenkrakenpost nach Amerika, bitte!"

Riesenkrake: "Um den Atlantik zu überqueren, brauche ich mich zum Glück nur wenige Meter zu bewegen! Mein großer Bruder kann das sogar im Stehen erledigen!"

Alte Dame, USA: "Oh, how wonderful. A letter from Kooddel ..."

(2002).

Knappe Haushaltsmittel: Chancengerecht moderiertes Rennen.

Eine Verkehrspolitik, die bis zum Schluß gut Freund mit allen bleiben will. Die Haushaltsmittel reichen nicht für beide Projekte, die in Schleswig-Holstein beide eine große Anhängerschaft haben: Die Verlängerung der S-Bahnlinie S4 von Elmshorn nach Bad Oldesloe einerseits und der Bau einer S-R-Bahn (SRB) im Kieler Umland andererseits. Die Politik beschwichtigt: "Kein Grund zu hastigem Schritt ... beide Projekte sind im Koalitionsvertrag genannt!" Sprinten wird man dessenungeachtet irgendwann doch müssen. (2012).

Immer wieder Datenschutzpannen bei der Altpapier-Entsorgung.

Ein Mann am Schreibtisch seines Büros. Verblüfft spricht er in sein Telefon: "Wie jetzt? Ich hab' meine Stellungnahme zur Aktensicherheit doch noch gar nicht an Sie abgeschickt?"

Am anderen Ende der Leitung ist der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Schleswig-Holstein, Helmut Bäumler: "Nö - aber in den Müll geworfen!" Per Mobiltelefon kommuniziert er aus dem Altpapiercontainer, woselbst er die erwähnte Stellungnahme bei einer Kontrollinspektion entdeckt hat, nebst anderen vertraulichen, geheimen und höchstgeheimen Akten, die dort gar nichts verloren haben. (2001).

CDU-Landesvorsitz: Carstensen folgt auf Wadephul.

Die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel im Telefongespräch mit Peter-Harry Carstensen: "Meine Landesvorsitzenden in Kiel wechseln zwar häufig ... aber inzwischen hab' ich Ihren Namen drauf, Herr Wadephul!" Es bleibt alles anders. (2002).

Hansi Handel: Robinsonade nach Arbeitsplatz-Auslagerung.

"Lauter verwaiste Arbeitsplätze nach dem  Outsourcing!"

Vor dem Sekretariat: "Würden Sie mich verbinden mit ... ach ja, hier war ja auch Outsourcing!"

"Hallo, Outsourcing-Beratung? Bitte outsourcen Sie mich auch! Bitte! Ich seh' wegen der Stille hier schon Gespenster!"

(2006).

Du lebst schon lange in Bad Oldesloe, wenn ...

Du lebst schon richtig lange in Bad Oldesloe, wenn du bei dieser Feierstunde dabeiwarst. Auf der Flanke eines erlegten Tyrannosauriers steht ein Urmensch in Fellkleidung und mit einer Armschlinge. Neben ihm ragen Speere aus dem blutenden Körper des erlegten Tieres. Er erklärt, von einem Schriftstück ablesend, vor der jubelnden Menge weiterer Urmenschen: "Wegen meiner Verdienste um die Erlegung des letzten Sauriers in dieser Gegend ernenne ich mich zum Bürgermeister dieses Ortes zwischen zwei Wassern, die fortan "Beste" und "Trave" heißen sollen!" (2012)

Kuddel Schlau: Ins Maulwurfs-Neubaugebiet ohne Navi.

Kuddel Schlau im Telefongespräch mit einem Muschelkalk-Kunden: M. Maulwurf, Am Hügel 24.

Kunde: "Soll ich Ihnen mein Domizil beschreiben? Es ist nicht ganz leicht zu finden!"

Kuddel: "Ach was - sonst frag' ich mich durch!"

Vor Ort "Am Hügel" eingetroffen: "Na bitte!"

Von aberhunderten heimischen Hügeln sehen kleine Maulwürfe bei Kuddels Adressensuche zu. "Kommt schnell! Da ist wieder ein Lieferant, der sich durchfragt!" Aber sie sind auch mit Auskünften behilflich: "'M. Maulwurf'?? Mit einem oder zwei f?"

(2001).

Drollige Planziele: papierloses Büro.

Wunsch und Wirklichkeit im Zusammenhang mit den - theoretischen - Möglichkeiten von Personal Computer, Smartphone, WLAN, Büro-IT und Co.:

"Wissen Sie, wo das Manuskript ist ... für unsere Festschrift '10 Jahre papierloses Büro'?"

"Ich hatte es auf Ihren Schreibtisch gelegt ..."

"Das ist es ja gerade ..."

(2007).

Ver.di-Tarifabschluß 2003.

Kiel. Beamte und öffentliche Angestellte liegen sich bei der Lektüre einer Tageszeitung (Foto: ver.di-Chef Frank Bsirske) in den Armen. In ihren Jubel über den vielversprechenden Tarifabschluß im öffentlichen Dienst platzt Leere-Taschen-Finanzminister Claus Möller (SPD) mit einer dämpfenden Nachricht: "Bitte versäumen Sie nicht, auch gleich die Stellenangebote zu studieren!" (2003).

Die Weltverbesserungsklempner und ihr Steuerschlüssel.

Das Besteuerungshandwerk hat einen goldenen Boden. Aber die Wirkungen sind meistens nicht die gewünschten oder die versprochenen. Mit einer Alcopops-Sondersteuer versuchen die Kieler Justizministerin Lütkes (Grüne) und der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag, Kayenburg (CDU), der unerwünschten Beliebtheit des gleichnamigen alkoholischen Getränketyps unter Jugendlichen beizukommen. Auch nach reichlicher Feinjustierung der vielen eingerichteten gesetzgeberischen Stellschrauben "scheint noch immer keine Schulmilch rauszukommen" am Ende des komplizierten Rohrleitungssystems. (2004).

Landtag Kiel: Wolfgang Kubicki in einer Doppelrolle.

Vor dem Untersuchungsausschuß zur Pröhl-Affäre tritt das Ausschußmitglied Wolfgang Kubicki (FDP) vorübergehend als Zeuge auf. (2002).