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Es werden Posts vom Dezember, 2012 angezeigt.

Kuddel Schlau: M&A am Karpfenteich.

Kuddel Schlau beim Angeln. Der Fangerfolg gerät außer Kontrolle.

Kleiner Fisch, am Haken hängend und im Begriff, von einem mittelgroßen Fisch gefressen zu werden: "Schlimm, dieses Fressen-und-gefressen-werden!"

Mittelgroßer Fisch, nunmehr selbst am Haken hängend und im Begriff, von einem großen Fisch gefressen zu werden: "Find' ich auch!" Kuddel, erfreut über das wachsende Fanggewicht: "Mich stört's nicht!"

Großer Fisch, an Kuddels Haken hängend und im  Rachen eines riesigen Raubfisches verschwindend: "Ich würd' nicht zu lange darauf setzen!" (2001).


UN-Friedensmission beim Grünkohlstreit.

Bad Oldesloer Grünkohlsonntag - nicht mehr ohne Blauhelmeinsatz. Im Grünkohlzelt, eigens aufgestellt für diesen Tag, gibt es das Gericht edel, aber teuer. Die Zeltkosten müssen eingespielt werden. Um die Ecke bietet ein Delikatessenhändler Grünkohl in seinem Laden preiswerter an. Die Animositäten an der Preiskampflinie werden hier durch eine UN-Friedensmission geregelt. (2012).

Werftenhilfe.

Bautz, da geht das Bulleye auf. Notleidenden nationalen Industrien wird, wenn es politisch opportun erscheint, mit Steuermitteln über die Runden geholfen. Der Blick der Industriepolitiker auf die Arbeitsplatzstatistik, auf die Sicherung vorhandener Produktionsstrukturen, auf mögliche Wählerstimmenverluste, auf die Position im Standortwettbewerb - all das. Gelegentlich funkt die höhere Politikebene dazwischen. Wettbewerbspolitik, Marktzugang, faire Preisbildung, Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs - all das eben auch. Eine dogmatische Auseinandersetzung politischer Institutionen findet statt, hier dargestellt mit den Akteuren HDW (große Werft in Kiel, Schleswig-Holstein), Heide Simonis (gewesene SPD-Ministerpräsidentin dortselbst), und Mario Monti (gewesener Wettbewerbskommissar der Europäischen Unionsbürokratie und demnächst auch gewesener Ministerpräsident in Italien). Der Rettungsring, nach dem das HDW-Männchen seine Hand ausstreckt, hängt - unter anderem - am Faden des Landeshaushal…

Einzelhandel: Wenn es Weihnachten nicht gäbe, müßte es erfunden werden.

Baas blick neidisch auf den Handels-Umsatz, den Grünner stolz als Balken auf seinem Tablet-PC betrachtet: "Diese Höhe erreiche ich immer erst im Dezember ... wie machen Sie das nur?" Grünner: "Ich belasse die Weihnachtsartikel ganzjährig in den Verkaufsregalen!" Leuchtet ein. Warum prasselt jedes Jahr nur von September bis Dezember Weihnachts-Tamtam in die Konsumentenhirne? Acht Monate vertane Zeit. Ein kombiniertes Weihnachts-Oster-Fest, verteilt auf alle vier Quartalsenden, das wäre das Vermarktungs-Optimum. Langohrige Ostermümmelmänner und mümmelnde rotbemützte weißbärtige Weihnachtslümmel Seite an Seite im Sortiment. Es tönen die Lieder/ Konsumfest kehrt wieder/ 's polie-hieret de-he-r Kaufmann/ an sei-hei-ner Bi-hi-lanz .... (2012).

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

Weihnachtsbeleuchtung, die jeden Leuchtturm überstrahlt.  Das kann an der Wasserkante nicht ohne Überraschungen bleiben. Aber wer weiß: Vielleicht hat der Frachter "Navigator Feliz Navidad", der sich gleich in den Vorgarten des Häuschens bohren wird,  ja  300 Container mit weiteren Lichterketten an Bord. Mit ihnen könnte man dann noch größere Schiffe anlocken. "Das mit den unwesentlichen Strom-Mehrkosten mag ja sein ..." (2002).

Korruptionsbekämpfung.

Die Kieler Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) versucht vermittels eines Anti-Korruptionserlasses, gegen Bestechlichkeit in der öffentlichen Verwaltung des Landesdienstes vorzugehen. Hier als turnusmäßige Reihenuntersuchung dargestellt unter dem Motto "Du sollst keine Geschenke annehmen!". (2000).

Kuddel Schlau: Hotel Erbprinz.

Angekommen im Hotel Erbprinz. Kuddel erledigt am Tresen die Anmeldeformalitäten. "Der Zimmerpreis ist O.K.. Aber ist der Name nicht'n bißchen hoch gegriffen?" Die Inhaberin entrüstet sich: "Hören Sie, junger Mann -- meine Familie führt dieses Haus seit 3 Generationen! Und wir heißen nun mal Erb-Prinz! ... Im übrigen war mein Mädchenname "Kaiserhof!" (2002).

Sporthallenbau: Das Knick-Ei von Halstenbek.

Zweimaliger Dacheinbruch beim Sporthallenbau in Halstenbek, einer Gemeinde westlich von Hamburg. Wegen Platzmangels auf dem vorgesehenen Baugrundstück beschlossen die Gemeindeväter, eine unterirdische Sporthalle zu bauen, die von einer eiförmigen Dachkonstruktion bekrönt werden sollte. Nur dieses Ei wäre von außen zu sehen gewesen, der Rest der Halle war unterirdisch angelegt. Während der Bauphase ist diese besondere Dachkonstruktion eingestürzt, wodurch das Gebäude seinen volkstümlichen Namen "Knick-Ei" erhielt. Das war im Jahre 1997. Man entschied sich für einen neuen Versuch, das weit und breit einmalige eiförmige Dach aufzusetzen. Leider mit dem gleichen Ergebnis: 1998 stürzte das Dach mitten im Bau ein zweites Mal ein. An diesen zweiten Kollaps schloß sich ein jahrelanges politisches Gezerre um die Zukunft der Bauruine an. Aus dieser Zeit stammt die oben gezeigte Karikatur. Die Gegner des Baus knicken hinterm Zaun Zweige durch, und das Knackgeräusch macht die Gäste bei…

Hansi Handel: Energiearbeit an Energiekosten.

Sekretärin: "Tut mir leid! Der Chef hat im Moment seine Psychische-Energie-Kompensationsstunde ..." Hansi Handel wirft sich in Fakir-Kleidung und stimmt das Mantra der Ökostalinismus- und Klimaschuldkirche an: "Ommm ...  du mußt ihn lieben, den Schmerz ... denn er zeigt dir, dass du noch am Leben bist ... ommm!" Und mit den Worten "Ommm ... und zu immer höheren Graden der Planetenrettungs-Erleuchtung aufsteigen ... ommm!" balanciert er die spitzen Kostenspitzen im Balkendiagramm des Energiepreisauftriebs hinauf, das Bevormundungsmutti Gouvernantenstaat und Paternalismuspapa Fiskus ihm am solar-windig-gasgeblähten Gängelband ins Büro gehängt haben. (2009).