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Es werden Posts vom Dezember, 2014 angezeigt.

MdB stellt Internet-Stimmabgabe bei Parlamentswahlen vor.

Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen (aus Bönstrup, CDU) hält ein Fortbildungsseminar zu demokratischen Wahlakten im Internetzeitalter. Die Teilnehmer sitzen vor Computerbildschirmen, auf denen gerade der Internet-Wahlzettel vorgestellt wird. Man habe zwei Klicks statt der vertrauten zwei Kreuzchen-Stimmen aus dem Papierstimmzettel-Zeitalter. Börnsen stellt weitere wissenswerte Fachbegriffe zum Thema vor, die er mit Kreide an die Tafel geschrieben hat: "Klick-Lokal, Klick-Abgabe, Klick-Recht, Klick-Mehrheit, Klick-Vieh, Bekifft-Klicken-Verbot". Der letzte Begriff nimmt auf eine Wortschöpfung der schleswig-holsteinischen Jungen Liberalen Rücksicht, die im Jahre 2000 ihr Programm der Wähler- respektive Klickerschaft auf einer Webseite namens bekifft-ficken.de zu verklickern versucht hatten. Staatsbürgerkunde Bönstruper Schule. (Karikatur von 2001).

Klaus, klaust dem Klaus die Schau.

Stolz präsentiert der Landesinnenminister Schleswig-Holsteins, Klaus Buß (SPD), die Landeskriminalstatistik für das Jahr 2001: "Da bitte - Glanz und Glo ...". Aber nur bis hierhin, denn in diesem Moment hat der stellvertretender Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Klaus Schlie, ihm die Medaille vom Podest gerissen und weist mit spitzem Zeigefinger auf ihre Kehrseite. Kaum präsentiert - schon geklaut! Im Jahre 2009 sollte Schlie für knapp drei Jahre der Nach-nach-nach-Nachfolger von Buß im Amt des Innenministers werden, welches Buß gut fünf Jahre innehatte. (Karikatur von 2002).

Kuddel Schlau: Nächtliche Ruhestörung.

Ein entrüsteter Nachbar zu nachtschlafener Zeit an der Wohnungstür von Kuddel Schlau, dem Berufsfischer: "Was ist das für ein Krach bei Ihnen mitten in der Nacht?" Kuddel, im Halbschlaf, versucht sich an einer Erklärung: "Ich glaub', mein Pottwal pfeift ..." Diesen Versuch nimmt der Nachbar krumm und packt Kuddel gewaltsam am Kragen: "Keine flotten Sprüche mit mir, oder ich ..." Doch da meldet sich das pfeifende Haustier aus Kuddels Wohnung und mischt sich in die Auseinandersetzung ein: "Oder du -- was?" Da nun alles klar ist, glättet Kuddel die Wogen: "Ist schon in Ordnung. Leg' dich wieder hin!" (2001).

Grünner und Baas: Industrie 4.0.

Baas zeigt seinem Unternehmerkollegen Grünner den neu organisierten Betrieb: "Das ist die vierte industrielle Revolution! Meine Fabrik optimiert sich laufend von selbst! Alle Schwachstellen werden laufend diagnostiziert und sofort angezeigt!" In der Tat: Vor Grünner schießt eine Kamera aus dem Boden, die ihn mißtrauisch ins Visier nimmt, und eine Lautsprecherstimme sagt: "Unbekannte Person ... 70% Spionageverdacht ...". Aber auch Baas, der wie selbstverständlich eine RFID-Marke am Revers trägt, gerät ins Visier der vollautomatischen Schwachstellenüberwachung: Über seinem Haupt zieht ein behandschuhter Maschinenzeigefinger seine Bahn und deutet auf ihn, Baas, selbst: "Weitschweifigkeitsalarm ..." (2013).

Windkraft. Stromtrasse. Ostküstenleitung.

Eine hundert Meter breite Schneise der ökologischen Verheerung zieht sich durch ein Waldgebiet. Hier entsteht die Ostküstenleitung, von Göhl im Landkreis Ostholstein Richtung Kreis Segeberg. Der unstete Windstrom, sobald es ihn gibt, muß nach Süden geschafft werden, koste die "Energiewende" an Biotopen und Steuermitteln, was sie wolle. Ein paar Steinwürfe weiter quält sich ein Stau über die vergleichsweise schmale Autobahn. Ein kreuzbraves Staatsbürgerlein schnattert sich die Lage schön: "Geschieht uns ganz recht, daß wir im Stau stehen, sagen wir in unserer Klimagruppe immer. Der Landschaftsverbrauch durch Straßenbau ist eh viel zu hoch!" Verdummt, ökodressiert und in die Irre geführt (2014).

Die Affäre Christian von Boetticher.

Christian von Boetticher war bis Mitte August 2011 Landesvorsitzender der  CDU Schleswig-Holstein (seit September 2010), stellvertretender schleswig-holsteinischer Ministerpräsident (seit Juli 2009), CDU-Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag und galt zugleich als Spitzenkandidat dieser Partei für die Landtagswahl 2012. Er trat von allen Ämtern zurück, nachdem Anfang August 2011 eine mehrmonatige Liebes-Liason von Böttichers mit einer 16-jährigen jungen Frau öffentlich bekanntgeworden war, dem Vernehmen nach eine Facebook-Bekanntschaft. Diese Beziehung habe aus dem Jahr 2010 datiert. Ein strafrechtlicher Verstoß lag nicht vor, da seine Partnerin zur Zeit der skandalisierten Beziehung nicht unter 16 Jahre alt war. Gleichwohl zogen die Parteifreunde von Boettichers eine andere rote Linie, die ihn moralisch als Rechtsverletzer dastehen ließ. Im Bild rufen die CDU-Heuchel-Kellergeister Wulff und Seehofer dem öffentlich Angeprangerten zu: "Ein Kind hättste ihr schon machen müssen...…