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Es werden Posts vom Februar, 2016 angezeigt.

Flensburg: EU macht Europawiese zur leerstehenden Sperrzone.

Wenn die Fördermittel aus Brüssel winken. Es war einmal eine schöne Grasfläche an der Ostseite des Flensburger Hafens. Sie wurde von den Flensburgern gern für ein Picknick im Sommerabendlicht genutzt. Seit 2012 nicht mehr. In diesem Jahr wurde die Fläche planiert, asphaltiert und rundum mit einem Hochsicherheitszaun abgegrenzt. Man brauche eine Sicherheitslagerfläche im laufenden Hafenbetrieb, hieß es. Die Gelegenheit war günstig - ließen sich für den Bau doch Fördermittel aus Töpfen der EU abgreifen. Dieser Abgriff war erfolgreich, das Grundstück wurde buchhalterisch aufgewertet, weil jetzt eine Immobilie drauf steht: Zaun und Asphaltdecke.

Für die Flensburger Bürger hingegen war es entschieden ein Verlust: sie haben eine Grünfläche am Hafen weniger und gucken stattdesssen beim Spaziergang auf eine massiv eingezäunte Fläche, die seit 2012 fast immer komplett leersteht, weil schlicht niemand dort sicherheitslagern will. Ein Hundehaufen mittendrin würde daher somit eine Lagerflächennu…

Sylt: Geld für den Umbau der Westerländer Kurpromenade.

Im Büro des Kieler Finanzministers Claus Möller (SPD) sitzen zwei Vertreter der Stadt Westerland auf Sylt (Stadtrecht besaß dieser Ort bis zum Jahr 2008). Vorgelegt haben sie einen Antrag auf Landeszuschuß für den Umbau der Kurpromenade. Möller, der gerade ganz andere Haushaltssorgen hat, flötet unter Hochdruck: "Fehlt nur noch, daß ihr den Meeresgrund mit Marmorplatten pflastert ..." Diese Idee stößt auf großes Interesse: "Hervorragende Idee! Hätten Sie dafür auch noch Geld übrig?"

Karikatur von 2001.

Wasserenergie. Stromgewinnung auf der Trave.

"Diese kindische Polemik der Klima-Hasser gegen Windräder! Es geht doch um die Rettung des Planeten! Da muß man ..."

"Bauen die so einen @%$&)( in unser schönes Kajakrevier!!!" Wasserenergierotor. Vorsichtig außen vorbei!

Karikatur von 2016.

Unternehmertum im wechselnden Glück der Zeiten: Mobilcom.

Nachdem die Büdelsdorfer Firma Mobilcom AG als Mobilfunkprovider und Verbindungsnetzbetreiber eine aufsehenerregende Geschäfts- und Börsenkarriere hingelegt hatte, verschlechterte sich ihre finanzielle Lage im Verlauf des Jahres 2002, im Zusammenhang mit der Ersteigerung von UMTS-Lizenzen und den Kosten für den UMTS-Netzaufbau, erheblich. Mobilcom- Gründer Gerhard Schmid war als Vorzeigeunternehmer des "Neuen Marktes" und als Vorreiter bei der Einführung preiswerter Verbindungstarife populär. Im Bild wird sein Kreditantrag am Tisch der kreditgebenden Banken und Sparkassen nur noch mit der Kneifzange angefaßt. Ein Banker raunt: "Und ich wollte ihm letztens noch 10 Anlageberater auf den Hals schicken ..."

Karikatur von 2002.

Grünner und Baas: Unternehmenskultur. Unternehmerkult.

Ego-Politur für den Gründer: "Sie glauben nicht, was für interessante bauliche Akzente wir mithilfe dieser neuen 3-D-Drucker gesetzt haben!"

Karikatur von 2014.